Garten-Tipps von Bakker
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Das Fest der Natur!
Liebe Gartenfreunde,
Die Natur ist jetzt erwacht; in diesem Frühlingsmonat zeigt sich eine große Anzahl blühender Gewächse! Frühjahrszwiebeln und Knollen blühen noch im Überfluss. Vor allem die späten Tulpen.
Nutzen Sie das schöne Wetter, um im Garten zu arbeiten, es gibt noch genug zu tun.
Alte Ligusterhecke
Nach einem strengen Winter kommt es manchmal vor, dass die Ligusterhecke (Ligustrum ovalifolium) ein wenig braun geworden ist. Zum Glück verträgt diese Hecke einen Rückschnitt sehr gut. Der Liguster darf ordentlich in der Breite zurückgeschnitten werden und wird schon schnell wieder austreiben. Ausreichende Feuchtigkeit und eine zusätzliche Düngergabe ist dann jedoch notwendig, um das Wachstum zu stimulieren.
Man kann auch die Sträucher bis 20 cm über den Boden zurück zu schneiden. Aus den kahlen Zweigen wachsen dann schon schnell neue Triebe. So eine Maßnahme ergreift man natürlich eher bei einer niedrigen Hecke als bei einer viele Jahre alten, meterhohen Hecke!
Buchsbaum in Form schneiden.
Der Buchsbaum darf nicht allzu stark zurückgeschnitten werden. Darum ist es besser, ihn regelmäßig leicht zu schneiden. Dies gilt sowohl für Hecken, Kugeln als auch für Buchsbaum-Figuren. Beim regelmäßigen Schneiden ist es auch einfacher, die bestehende Form beizubehalten. Meistens kann einfach mit einer gewöhnlichen Heckenschere geschnitten werden. Für Hecken kann sogar eine elektrische Heckenschere verwendet werden.Die abgeschnittenen Zweige können eventuell als Stecklinge verwendet werden. Nehmen Sie hierfür Zweige von 4 bis 6 cm. Pudern Sie die Schnittstellen mit Stecklingsbewurzelungspuder ein. Setzen Sie die Zweige in Töpfe mit Topferde. Im Herbst können die Zweige dann in die Gartenerde gepflanzt werden.
Pflege der Stauden
Stauden brauchen von Zeit zu Zeit etwas zusätzliche Pflege. Aber es gibt auch Sorten, die kurzlebig sind und die trotz guter Pflege regelmäßig ersetzt werden müssen. Andere brauchen eine Stütze, weil sie nicht so gut auf eigenen Beinen stehen können. Der prächtige Rittersporn (Delphinium) ist so eine Pflanze, die eigentlich schon ab April so eine Stütze gebrauchen kann. Mit einer verstellbaren Pflanzenstütze kann die Stütze im Laufe der Gartensaison mit der Pflanze 'mitwachsen'.
Aber es gibt auch genug Stauden, um die man sich nicht zu kümmern braucht, außer wenn sie zu viel Platz für sich beanspruchen. Vor allem ein starker Bodendecker, wie die Maiglöckchen (Convallaria majalis) sorgt schon schnell für einen dichten Teppich und muss also von Zeit zu Zeit in seine Grenzen gewiesen werden. Die Wuchskraft der verschiedenen Pflanzen variiert von Sorte zu Sorte sehr stark. Es ist also an Ihnen, dafür zu sorgen, dass nicht eine Sorte überhand nimmt.
Einige Stauden können eine zweite Blüte haben, wenn man sie früh zurückschneidet. Dies muss so schnell wie möglich nach der Blüte passieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Lupine (Lupinus Russel Hybride). Wenn die verblühten Blütenstängel abgeschnitten werden, wird diese Pflanze im September oft noch mal blühen.
Manche Pflanzen blühen besonders lange durch, wenn die verblühten Blüten regelmäßig entfernt werden, wie z.B. bei dem Geranium 'Patricia' und der Großen Sterndolde (Astrantia major Hybride).
Wiederum andere Stauden gedeihen am besten, wenn sie jahrelang auf demselben Platz stehen bleiben. Die Pfingstrose (Paeonia) wird z.B. nach dem Umpflanzen die ersten Jahre nicht blühen.
Viele Stauden profitieren von einer Verjüngung. Bestimmte Sorten veralten nämlich schnell und blühen dagegen weniger reich, wenn sie einige Jahre nicht umgepflanzt wurden. Ausgraben, teilen und die äußeren (jungen) Teile neu pflanzen ist dann die Lösung.
Kletterpflanzen einpflanzen
Kletterpflanzen werden meistens an einen Giebel oder einen Zaun gepflanzt. Das Risiko, dass die Pflanze dann nicht genug Feuchtigkeit bekommt, ist oft groß. Vor allem die gerade gepflanzten Kletterer brauchen ausreichend Feuchtigkeit um zu überleben. Zusätzlich Wasser geben ist daher meistens notwendig. Das Pflanzloch muss ausreichend groß sein, nicht zu dicht an eine Mauer. Die ausgegrabene Erde sollte vorzugsweise mit angereichertem Kompost oder Topferde verbessert werden. Sorgen Sie jährlich für eine gute Düngung. Schauen Sie in unseren 'Shop' unter der Kategorie Düngersorten für Tipps und Ideen. Im Prinzip muss der Topfballen oben mit dem Rand des Pflanzlochs abschließen, nur die Klematis wird immer etwas 10 cm tiefer gepflanzt. Indem man den Kletterpflanzen zwischen dem Wurzelhals und der Mauer mit Hilfe eines Drahtköchers eine Stütze gibt, bekommt die Kletterpflanze zusätzlichen Halt und die Pflanze wird sich besser entwickeln.
Schneiden Sie verblühte Sträucher.
Die Sträucher, die früh im Frühjahr geblüht haben, dürfen jetzt geschnitten werden. Dies gilt zum Beispiel für den Spierstrauch (Spiraea x arguta). Ein Drittel der alten Zweige darf bis zum Boden zurückgeschnitten werden. Auf diese Weise wird die Bildung von neuen Bodentrieben angeregt und die Pflanze bleibt kräftig und gesund.
Auch die Kerria japonica (Ranunkelstrauch) darf ordentlich zurückgeschnitten werden. Alle Zweige, die geblüht haben, dürfen bis zu niedrigeren, jungen Seitentrieben zurückgeschnitten werden.
Letzte Chance.
Grasmatten legen oder Gras säen kann nicht viel länger aufgeschoben werden. Wenn das Wetter später zu warm und zu trocken wird, so ist es vernünftiger, bis zum Herbst zu warten.
Wintergrüne Sträucher sollten besser nicht später als Mai gepflanzt werden. Achten Sie gut auf die neuen Sträucher und geben Sie Ihnen rechtzeitig zusätzlich Wasser.
Kübelpflanzen wieder nach draußen.
Frostempfindliche Pflanzen, die während der Wintermonate drinnen gestanden haben, dürfen langsam wieder nach draußen. Zuerst nur tagsüber, doch wenn die Gefahr von Nachtfrost wirklich vorbei ist, dürfen Sie auch nachts draußen stehen bleiben. Die frische Luft und der Regen werden schnell dafür sorgen, dass die Pflanzen wieder besser aussehen. Wenn Pflanzen umgetopft werden müssen, darf dies nun auch getan werden. Ein langwirkender Dünger gibt der Kübelpflanze die nötigen Nährstoffe. Auch wenn es noch nicht so warm ist, müssen Pflanzen in Kübeln regelmäßig Wasser bekommen.
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